Direkt zum Inhalt wechseln

Julian und sein Team haben ein Problem: Sie haben ein tolles Angebot, aber keiner weiß davon. Die Ackerpause ist immer noch ein kleines Projekt mit wenig Geld. Du ahnst es, hier kommen Netzwerkpartner*innen ins Spiel! 

Neue Partnerschaften

[00:00:01] – Julian Siegmann, AckerCompany GmbH

In der Bildungswelt für Kinder und Jugendliche waren wir vorher schon auch mit Krankenkassen in Kooperation unterwegs und sich das aber jetzt für den Kontext Arbeit nochmal neu zu erschließen und wie da die Mechanismen sind, die sind da nämlich ein bisschen anders, das war dann die Herausforderung. Das ist im Moment auch ein ganz wesentlicher Faktor, dass eben wir durch die Partnerschaft mit Krankenkassen die Möglichkeit haben, Zugang zu deren Unternehmenskunden zu bekommen und die im Prinzip unser Produkt bei ihren Unternehmenskunden vorstellen können.

Das hat sich dann im Austausch mit den Krankenkassen ergeben, dass wir erst verstanden haben, aha, die haben selber ihre Berater, die ihre Kunden beraten. Und was brauchen die eigentlich, um uns vorzustellen? Und wie das laufen kann, dass wir zum Teil auch erst Workshops mit den Beratern gemacht haben, um unser Produkt vorzustellen, dass die ein Gefühl bekommen haben: was ist das eigentlich und dass die dann anschließend das Gefühl hatten, ja das ist etwas, was ich meinen Unternehmenskunden wieder vorstellen kann. Und so hat sich das dann im Prinzip ergeben.

[00:01:11] – Christopher Köhler, Zeppelin Universität

Also letztendlich haben sie die Krankenkassen als Multiplikatoren genutzt und dann natürlich auch damit die Krankenkassen nicht nur als Netzwerkpartner, sondern auch die Kanäle wiederum der Krankenkasse dafür genutzt, um ihre Zielgruppe noch schneller, noch besser, noch effektiver erreichen zu können. Sozialunternehmerisches Handeln kann auch bedeuten, direkte Verbündete bzw. Netzwerkpartner mit einzubeziehen. Du könntest also genauso versuchen, entsprechende Verbündete für deine Idee und dein soziales Vorhaben für dich zu gewinnen und entsprechend die Kommunikations- und Vertriebskanäle dieser Verbündeten für dich zu nutzen.

Ackern ist gesund!

Krankenkassen bieten Unternehmen präventive Gesundheitsmaßnahmen an – sie kümmern sich darum, dass Mitarbeitende gar nicht erst krank werden. Dafür haben sie umfangreiche Programme zum so genannten betrieblichen Gesundheitsmanagement. Julian und sein Team haben sich also gefragt: Was, wenn Krankenkassen die Ackerpause als Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsmanagements ihren Unternehmenskunden anbieten würden? Eine ziemlich geniale Idee.   


Neue Strategie

[00:00:01] – Julian Siegmann, AckerCompany GmbH

Wenn wir erstmal die Krankenkassen haben, dann ist ja auch der Zugang zu den Kunden etwas einfacher. Das reduziert auch den Akquiseaufwand. Dann haben wir auch ganz andere Standardisierungsmöglichkeiten in diesem Präventionsprogramm, das ist sehr viel klarer vorgegeben und auch für uns dann besser abbildbar, weil sowohl Krankenkassen als auch diese Gesundheitsansprechpartner eben diese Programme kennen und auch in Programmen denken, was uns dann nochmal, was für uns eine klare Indikation war, dass wir in diesem Bereich, uns es auch einfacher machen können, als wenn wir quasi in diesem Teambuilding-Segment so ein bisschen das Rad jedes Mal ein bisschen neu erfinden müssen oder mehr als anderswo. So sind die einzelnen Puzzleteile, die am Ende dann ein Bild ergeben, ok, das ist die Strategie, in die wir uns eben weiterentwickeln wollen.

Krankenkassen haben dabei geholfen, die Ackerpause einem großen potentiellen Kundenkreis zugänglich zu machen. Das hat funktioniert, weil beide etwas davon haben: Die Krankenkassen ein innovatives Angebot zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Und die Ackerpause Zugang zum großen Unternehmens-Netzwerk der Krankenkassen. 

Du hast gesehen, wie man mithilfe von Netzwerkpartner*innen Zielgruppen erreichen kann.

Als Nächstes beschäftigst du dich damit, wie du dich auf die erfreuliche Situation vorbereiten kannst, dass sehr viele Menschen dein Angebot nutzen möchten. Das nennt sich Skalierung und ist ein weiteres wichtiges Element beim sozialunternehmerischen Handeln.