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[00:00:00] Sabine Wiesmüller, Zeppelin Universität

Nun solltest Du dir die Frage stellen, auf welche Weise Du den positiven Einfluss auf die Zielgruppe später einmal greifen kannst. Hierfür kannst Du dir mit deinem Team bestimmte Messgrößen überlegen, anhand derer Du, nach drei Monaten oder sechs Monaten, einmal überlegen kannst, ob Du die gewünschten Ziele bereits erreicht hast. Wenn Du also beispielsweise Sprachkurse anbietest, kannst Du dir zwei verschiedene Indikatoren überlegen, um deinen Erfolg zu messen. Einer wäre beispielsweise, dass Du einer bestimmten Personenzahl ein Angebot machst. Der Andere wäre, dass sie einen gewissen Lernfortschritt erzielen sollen. Du kannst dir also zum Ziel setzen, dass die Personen nach drei oder sechs Monaten ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben.

Tipps und Hinweise

Mach dir frühzeitig Gedanken darüber, wie sich dein Angebot genau auswirken soll. Denn du möchtest später ja wissen, ob dein Angebot auch Erfolg hatte. Die Frage ist: Woran wirst du das erkennen? Lege dafür schon zu Beginn konkrete Messgrößen fest, so genannte Indikatoren. Es reicht nicht, die Lösung des sozialen Problems mit allgemeinen Worten zu beschreiben. Aus „mangelnder Teilhabe“ als sozialem Problem sollte also nicht einfach „Teilhabe“ als Wirkung bei der Zielgruppe werden. Stell dir stattdessen im Detail vor, woran du später den Erfolg deines Angebotes bei der Zielgruppe festmachen willst. Woran kannst du beobachten oder erkennen, dass die Nutzer*innen deiner Angebote etwas gelernt haben, sich ihre Einstellung geändert hat, sie anders handeln oder weniger Probleme haben als zuvor?    
Beispiel: Angenommen, du bietest Bewegungskurse für Arbeitnehmer*innen in der Mittagspause an. Ein Indikator für ihre verbesserte Gesundheit könnte sein, dass sie sich weniger häufig krank melden.
Hinweis: Dieser Effekt könnte natürlich auch durch andere Faktoren eintreten wie zum Beispiel durch eine gesunkene Arbeitszeit. Sei später also vorsichtig bei der Interpretation. Denn auch mit einem guten Indikator bleibt es schwierig, einen direkten Zusammenhang zwischen Angebot und Wirkung auszumachen. 

Hinweis in eigener Sache: Das Social Business Model Canvas fasst Wirkung enger als phineo. Es adressiert nur die Wirkung bei den Teilnahmenden oder Nutzer*innen deines Angebotes. Phineo hingegen versteht Wirkung als gesellschaftliche Wirkung und schließt somit Wirkungen bei Personen ein, die nicht an deinem Angebot teilnehmen oder es nutzen.


Übung am Fallbeispiel

Führe dir ein letztes Mal unser Fallbeispiel der Ackerpause vor Augen. Julian und sein Team wollen erreichen, dass Mitarbeitende von Unternehmen Natur und Lebensmitteln mehr wertschätzen.

Welche der folgenden Textbausteine sind geeignete Indikatoren für diese Wirkung bei den Zielgruppen der Ackerpause?

Schiebe diese Textbausteine mit der Maus in die entsprechenden Felder des Social Business Model Canvas. Hinweis: Es können Textbausteine übrig bleiben!  


Steige tiefer ein – vollständige Wirkungslogik

Wenn du dich mit dem Thema Wirkung ausführlicher beschäftigen möchtest und Wirkung deiner Angebote über die unmittelbare Zielgruppe hinaus planen möchtest, sei dir unser Kurs „Wissen, was wirkt: soziale Projekte erfolgreich planen“ ans Herz gelegt. Dort erfährst du auch, wie du mithilfe der Wirkungstreppe eine Wirkungslogik für dein Angebot erstellen kannst.

Du hast alle neun Felder des Social Business Model Canvas kennengelernt.

In der nächsten Lektion erfährst du, wie du damit weiterarbeiten kannst, wenn du alle Felder gefüllt hast.